Wettarten: Einzel, Kombi, System und Handicap
Wer Sportwetten versteht, versteht zuerst die Wettarten. Sie entscheiden darüber, wie Quoten zusammengerechnet werden und was passiert, wenn ein Tipp danebengeht. Diese Seite erklärt die gängigen Formen und rechnet an einem Beispiel vor, wie die Marge eines Buchmachers funktioniert. Welche Wettarten ein Anbieter wie Razed auf dem Wettschein anbietet, sehen Sie beim Anbieter selbst.
Einzelwette
Die Einzelwette umfasst genau einen Tipp. Ist er richtig, erhalten Sie Einsatz mal Quote zurück; ist er falsch, ist der Einsatz verloren. Das klingt unspektakulär, ist aber die transparenteste Form: Sie wissen genau, worauf Sie setzen, und die Marge fällt nur einmal an.
Kombiwette
Eine Kombiwette verbindet mehrere Tipps auf einem Schein. Die Quoten werden multipliziert: Drei Tipps zu je 1,80 ergeben zusammen eine Quote von rund 5,83. Alle Tipps müssen richtig sein, sonst ist die gesamte Wette verloren. Weil sich auch die Margen der einzelnen Märkte multiplizieren, steigt der Vorteil des Buchmachers mit jeder zusätzlichen Auswahl. Kombiwetten sind deshalb unterhaltsam, aber auf Dauer teurer als Einzelwetten.
Systemwette
Eine Systemwette zerlegt mehrere Tipps in viele kleinere Kombinationen. Bei einem System „2 aus 3“ entstehen drei Zweierkombinationen; schon zwei richtige Tipps bringen einen Teilgewinn. Dafür ist der Gesamteinsatz höher, weil jede Kombination einzeln bezahlt wird. Systemwetten verringern das Risiko eines Totalverlusts, ändern aber nichts an der Marge.
Handicap: europäisch und asiatisch
Beim europäischen Handicap bekommt ein Team einen virtuellen Vorsprung in ganzen Toren oder Punkten, das Unentschieden bleibt als Ausgang bestehen. Beim asiatischen Handicap gibt es kein Unentschieden: Halbe Linien wie -0,5 oder -1,5 entscheiden eindeutig, ganzzahlige Linien führen bei exakt passendem Ergebnis zur Erstattung des Einsatzes, Viertellinien wie -0,75 teilen den Einsatz auf zwei benachbarte Linien auf. Handicaps sind nützlich, wenn ein Favorit klar überlegen ist und die normale Siegquote kaum etwas einbringt.
Über/Unter
Bei Über/Unter wetten Sie darauf, ob eine Zahl — Tore, Punkte, Spiele, Runs — über oder unter einer vorgegebenen Linie liegt. Halbe Linien wie 2,5 verhindern ein Unentschieden. Der Markt ist beliebt, weil er keine Aussage über den Sieger verlangt, sondern nur über den Spielverlauf.
Rechenbeispiel: die Marge im Markt
Angenommen, ein Fußballspiel hat die Quoten 2,10 (Heimsieg), 3,40 (Remis) und 3,60 (Auswärtssieg). Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind etwa 47,6 %, 29,4 % und 27,8 % — zusammen rund 104,8 %. Die knapp fünf Prozentpunkte über 100 sind die Marge. Sie ist der eingebaute Vorteil des Buchmachers und fällt bei jeder Wette an. Die Zahlen hier sind ein Beispiel zur Veranschaulichung, keine Angabe zu den Quoten eines bestimmten Anbieters.
Welche Wettart für wen?
Für den Einstieg sind Einzelwetten auf Märkte, die Sie verstehen, die beste Wahl. Kombiwetten eignen sich höchstens als kleiner Zusatz mit wenigen Tipps. Systemwetten und Handicaps lohnen sich erst, wenn Sie die Mechanik sicher beherrschen. Egal welche Wettart: Legen Sie ein Budget fest, bevor Sie den Wettschein öffnen. Bei einem Anbieter auf der Whitelist der GGL ist ein Einzahlungslimit ohnehin Pflicht; ob der Betreiber hinter Razed dort steht, zeigt nur die Liste selbst. Zurück zur Übersicht: Sportwetten · Beispiele aus der Praxis: Fußballwetten.